Naturhotel Chalet - Umbau Haus Franziska , Fotograph Norman Radon
  • Naturhotel Chalet - Umbau Haus Fra...

    Chesa-Valisa - Anbau Yogaraum Hirschegg


    Bauherr Naturhotel Chesa Valisa GmbH & CoKG, Hirschegg
    Fertigstellung 2016
  • Konsum Bizau , Fotograph Norman Radon
  • Konsum Bizau

    Wohn- und Geschäftshaus Bizau


    Bauherr Errichtergemeinschaft Konsum-Hus Bizau, Gemeinde Bizau & Raiffeisenbank Bezau-Mellau-Bizau reg.Gen.mbH
    Fertigstellung 2016
  • Nebelhornbahn Gipfelrestaurant , Fotograph Jürgen Pollak
  • Nebelhornbahn Gipfelrestaurant

    Oberstdorf


    Bauherr Nebelhornbahn AG
    Fertigstellung 2016
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    Fassadengestaltung Bierenwangbahn , Fotograph Norman Radon
  • Fassadengestaltung Bierenwangbahn


    Bauherr Fellhornbahn GmbH, Fastenoy 10, D-87561 Oberstdorf
    Fertigstellung 2016
  • Propstei St. Gerold , Fotograph Darko Todorovic
  • Propstei St. Gerold

    St. Gerold


    Bauherr Kloster Einsiedeln, Einsiedeln
    Fertigstellung 2015
  • Bauen an der Geschichte – Erweiterung Propstei St. Gerold
    Die Propstei Sankt Gerold war in den 1960er-Jahren baufällig und unternutzt. Seit jedoch Pater Nathanael Wirth die Führung übernommen hatte, entwickelte sie sich zu einem Ort der Begegnung und der Kultur. Und die Gäste blieben nicht aus: Kulturfestivals sind heute ebenso Bestandteil der Propstei wie Feste und Hochzeiten. Doch die baulichen Strukturen hinkten der Attraktivität nach, verschärfte Vorschriften erschwerten die wirtschaftliche Nutzung der Räume, der Gastronomietrakt musste erneuert werden.

    Dafür waren zahlreiche Eingriffe in die historische Substanz nötig. Doch wie sieht eine Architektur aus, die sich den Anforderungen der heutigen Zeit stellt und die gleichzeitig die Geschichte des Klosters respektiert? Die Benediktinerpropstei steht seit rund 1000 Jahren in Sankt Gerold. An ihr weiterzubauen bedeutet, sich in die Geschichte des Ortes einzuschreiben: Ein heikler Balanceakt zwischen Bewahren und Erneuern.

    Heimat Österreich - Liefering , Fotograph Bruno Klomfar
  • Heimat Österreich - Liefering

    Liefering - Salzburg


    Bauherr Heimat Österreich, Salzburg
    Fertigstellung 2015
  • Wagner GmbH , Fotograph Norman Radon
  • Wagner GmbH

    Nüziders


    Bauherr Wagner GmbH
    Fertigstellung 2014
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    IZM -  Illwerke Zentrum Montafon , Fotograph Bruno Klomfar
  • IZM - Illwerke Zentrum Montafon

    Vandans


    Bauherr Vorarlberger Illwerke AG, Bregenz
    Fertigstellung 2013
  • Der LCT two
    Beim Illwerke Zentrum Montafon wurden die Stahlbetonarbeiten bis zur Erdgeschoßdecke und bei den beiden Erschließungstürmen  vor Ort durchgeführt, die 10 000 m² Nutzfläche des Rohbaus inklusive  Fassaden im LCT System innerhalb von sechs Wochen errichtet. Besonderheit für den großvolumigen Holzbau ist im LCT-System, dass tragende Elemente nicht beplankt sind. Auf verleimten, in die Fassade integrierten Holzstützen liegen Holz-Beton-Verbundelemente auf, die in der Mittelachse von Stahlträgern gehalten werden, gestützt auf einer Reihe Stahlbetonsäulen. Trotz sichtbarer Holzkonstruktion ist der Brandschutz gewährleistet. Einerseits ist das hybride Deckenelement, dessen Betonteil auch in den Stützenauflagen die Geschosse konsequent trennt, sowie die vorgehängte Brandschürze im Fassadenbereich ein wichtiges Argument für die Erreichung der Sicherheitsanforderungen, andererseits kompensiert eine Sprinklerung die Brennbarkeit des Baustoffes. 


    Ein stringenter Fassadenraster – die Vordächer sind gleichzeitig konstruktiver Witterungsschutz und Blendschutz - verglast ab Schreibtischhöhe, gibt dem Gebäude Transparenz und Großzügigkeit, die konsequente Skelettstruktur mit wenigen Aussteifungskernen hohe Flexibilität. Grundsätzlich wird die Gebäudetechnik sparsam und gezielt eingesetzt. Der Primärenergieverbrauch liegt unter 30 kWh/m²/Jahr, der Heizwärmebedarf bei 14 kWh/m²/Jahr und wird vollständig durch das Abwärmesystem des Rodundwerkes  gedeckt, über ein Wärmepumpensystem auch der Kühlbedarf. Diese Kennwerte, auch jene zur „grauen“ Energie, machen das Bauwerk zu einem Ort mit Vorbildwirkung.


    Moderene Arbeitsplätze
    Die Illwerke nutzen nicht nur Wasser für saubere Energiegewinnung, sondern sichern auch moderne Arbeitsplätze. Aufrund 10.000 m² arbeiten 270 Menschen. Das Bürokonzept wurde mit diesen im Rahmen von Interviews und Workshops optimiert. Teamorientiertes Arbeiten mit hoher Flexibilität hat Priorität. Das Open Office fasst je zwei Einheiten zusammen, es gibt zudem Rückzugsbereiche, die auch längerfristig besetzt werden können. Besucherzentrum und ein Betriebsrestaurant heißen Gäste willkommen. In den Erschließungsbereichen finden sich künstlerische Inszenierungen. Die Parkanlage stellt als skulpturale Wasserlandschaft eine Bereicherung im öffentlichen Raum dar.


    Forschung und Entwicklung
    Partner war CREE GmbH als Generalübernehmer. Ein mehrjähriger, interdisziplinärer Forschungsprozess ging der Entwicklung des Holz-Hybrid-Bausystems für großvolumige Bauten, mit bis zu 30 Stockwerken voraus. LCT ist international einsetzbar. Alle Komponenten sind so geplant, dass sie an landesspezifische Anforderungen angepasst werden können und die Ressourcen vor Ort nutzen.

    NH Absam - Ab 17/18 , Fotograph Martin Vandory
  • NH Absam - Ab 17/18

    Absam


    Bauherr Neue Heimat Tirol, Gemeinnützige Wohnungs GmbH, Tirol
    Fertigstellung 
  • Martin und Anne N. , Fotograph Norman Radon
  • Martin und Anne N.

    Feldkirch-Tisis


    Bauherr Martin und Anne N., Zürich
    Fertigstellung 2016
  • Schmuttertal Gymnasium - Diedorf , Fotograph Carolin Hirschfeld
  • Schmuttertal Gymnasium - Diedorf

    Diedorf


    Bauherr Landkreis Augsburg, vertreten durch Landrat Martin Sailer
    Fertigstellung 2015/2016
  • Das Schmuttertal-Gymnasium in Diedorf ist eine Schule mit Modellcharakter. Sie erreicht die Ziele der Nachhaltigkeit und Pädagogik mit den ureigenen Mitteln der Architektur: Vielfältig zu nutzende Räume bieten Platz für selbständiges Lernen, die klare Struktur des Holzskelettbaus erlaubt es, auch in Zukunft auf neue pädagogische Konzepte zu reagieren. Um die akustische Behaglichkeit zu steigern, wurden die Oberflächen der Räume in einem aufwändigen Prozess entwickelt. Als Plusenergiehaus erzeugt das Gymnasium Diedorf mehr Energie, als sein Betrieb benötigt.

     

    Lernlandschaften bilden das didaktische Grundgerüst, in dem die Jugendlichen das Lernen selbst erlernen. Damit erwerben sie Methoden, sich Wissen anzueignen und aktiv am Unterricht teilzunehmen – ein ganzes Leben lang. Die Teilhabe begann schon bei der Planung: In einem partizipativen Prozess haben die Lernenden und Lehrenden die Gestalt ihrer Schule mitbestimmt.

     

    Um diese hochgesteckten Ziele zu erreichen, stehen Architektur und Technik im Einklang: Die Grundlage dafür bildet die integrale Planung, die räumliche, statische und technische Aspekte unter ein Dach bringt. Wie diese Faktoren am Schmuttertal-Gymnasium zusammenspielen, untersucht die Deutsche Bundesstiftung Umwelt als Forschungsprojekt – damit das Modell „Diedorf“ auch für andere Schulen nutzbar gemacht werden kann.

    Seniorenoase , Fotograph M&M HolzHaus GmbH
  • Seniorenoase

    Weißenhorn


    Bauherr Frau Dr. Annemarie Keller
    Fertigstellung 2015
  • Hammerl Herwig und Theresia Natter , Fotograph Benno Hagleitner
  • Hammerl Herwig und Theresia Natter...

    Hard


    Bauherr Hammerl Herwig und Natter Theresia
    Fertigstellung 2015
  • Wohnanlage Hofsteigstraße Schwarzach , Fotograph Norman A. Müller
  • Wohnanlage Hofsteigstraße Schwarz...

    Schwarzach


    Bauherr Hinteregger Bau- und Projektentwicklungs GmbH, Bregenz; Wohnbau Selbsthilfe, Bregenz
    Fertigstellung 2014
  • Den eigentlichen Ortskern von Schwarzach bildet die Hofsteigstraße von der Kirche bis zum Gemeindehaus. In diesem Bereich wurde ein Grundstück durch einen Brand frei, zur Nutzung als Wohnquartier für junge Familien. Das langgestreckte Areal wird nordseitig von einem steilen Hang, und südseitig vom Schwarzach Bach umschlossen. Alle sechs Mehrfamilienwohnhäuser sind nach Süden orientiert und dem Wasserlauf folgend aufgereiht. Das größte Gebäude liegt direkt an der Hofsteigstrasse. Durch seine markante Stellung gegenüber Kirche und Friedhof wird der Beginn des öffentlich wichtigen Straßenabschnitts räumlich klar definiert. In diesem Haupthaus finden sich ein Geschäft, eine Arztpraxis und 21 geförderte Wohnungen in Passivhausbauweise. In den fünf kleineren Wohngebäuden gibt es jeweils 5-7 Eigentumswohnungen. Diese Gebäude sind mit Erdwärme beheizt und ebenfalls mit einer Komfortlüftung ausgestattet. Zudem verfügen sämtliche Gebäude über thermische Solaranlagen. Das Haupthaus ist in Analogie zum nahe gelegenen Gemeindehaus mit viergeschossiger Schindelfassade und Holzwandelementen ausgeführt, die weiteren fünf Gebäude in konventioneller Massivbauweise mit Plattenfassade.

    Biomasseheizwerk St. Christoph , Fotograph Norman Radon
  • Biomasseheizwerk St. Christoph

    St. Christoph a. Arlberg


    Bauherr Alpine Ibex Consulting GmbH, Lech
    Fertigstellung 2014
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    Giselbrecht Armin , Fotograph Norman Radon
  • Giselbrecht Armin

    Wolfurt


    Bauherr Giselbrecht Armin
    Fertigstellung 2016
  • Neues Wohnen Krumbach , Fotograph Philipp Moosbrugger
  • Neues Wohnen Krumbach


    Bauherr Morscher Bau- und Projektmanagement GmbH, Klaus 303a, Mellau, Wohnbauselbsthilfe Vorarlberger Gemeinnützige Reg. Genossenschaft M.b.H., Proßwaldenstrasse 14, Bregenz
    Fertigstellung 2015
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    Umweltverband Marktstraße , Fotograph Norman Radon
  • Umweltverband Marktstraße

    Dornbirn


    Bauherr Umweltverband, Dornbirn
    Fertigstellung 2015
  • Raiffeisenbank Bezau - Umbau Büro , Fotograph Norman Radon
  • Raiffeisenbank Bezau - Umbau Büro...

    Bezau


    Bauherr Raiffeisenbank Bezau-Mellau-Bizau
    Fertigstellung 2015
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    Sutterlüty Rankweil , Fotograph Norman Radon
  • Sutterlüty Rankweil

    Rankweil


    Bauherr Sutterlüty GesmbH & Co
    Fertigstellung 2014
  • Weltweit tätige Unternehmen versuchen ihren Gebäuden eine durchgehende Identität zu verleihen. Zentrale Entwurfsabteilungen setzten die Vorgaben an jedem Ort der Welt gemäß den design manuals um und die Filialen gleichen sich dann rund um den Globus. Ganz anders macht dies der Vorarlberger Großverteiler Sutterlüty. Bei ihm ist jeder „Ländlemarkt“ von regionalen Architekturbüros gestaltet, jede Filiale trägt ihre eigene Handschrift. In der Region verwurzelt zu sein ist erklärtes Ziel des Unternehmens. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen Büros bringt einen weiteren Nutzen, denn mit jedem Supermarkt testet und evaluiert die Geschäftsleitung neue Verkaufsmodelle. Die Versuchsanordnung in Rankweil: Der Laden im Laden.

    Der lokale Bezug ist kein romantisches Bekenntnis zum Regionalismus, sondern das Resultat marktwirtschaftlicher Analysen. Nur was den Verkauf ankurbelt, wird auch beibehalten und weitergeführt. Individuelle Architektur und lokale Produktion sind somit ein geschäftsrelevanter Faktor für den Großverteiler. Für die Architekten eine spannende Versuchsanordnung, denn dank digitaler Erfassung der Verkaufszahlen lässt sich die Wirkung von räumlichen und atmosphärischen Veränderungen unmittelbar belegen.
     

    Sicherheitszentrum Bezau , Fotograph Norman A. Müller
  • Sicherheitszentrum Bezau

    Bezau


    Bauherr Marktgemeinde Bezau / Immobilienverwaltungs GmbH & Co KG
    Fertigstellung 2014
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    Wohnanlage Pfarrhof Warth , Fotograph Norman Radon
  • Wohnanlage Pfarrhof Warth

    Warth


    Bauherr Vorarlberger gemeinnützige Wohungsbau-u.Siedlungsgesellschaft mbH
    Fertigstellung 2014
  • Prototyp für die Alpen
    Der Erfolg der Wintersportorte hat für die Einheimischen auch Schattenseiten: Die Preise für Wohnungen und Grundstücke steigen an, junge Menschen können sich kaum eine Wohnung oder gar Eigentum in ihrem Heimatort leisten. Als Folge ziehen sie weg und kommen nur selten wieder zurück – der Ort vergreist. Um den Jungen eine Perspektive zu bieten, hat die Vorarlberger gemeinnützige Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft (VOGEWOSI) in Warth auf Initiative der Gemeinde ein Mehrfamilienhaus erstellt. Was im Flachland gang und gäbe ist, bedingt im alpinen Raum ein Pionierprojekt - denn es gibt für diese Aufgabe keine Vorbilder.Doch wie sieht dieser Prototyp für den geförderten Wohnbau in den Bergen aus? Die Grundaufgabe bleibt die gleiche: Effiziente Grundrisse nutzen den begrenzten Raum, die Überlagerung von Funktionen bietet Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, ein einfaches Tragwerk hält die Kosten tief. Das Besondere an der Aufgabe sind einerseits die erhöhten Anforderungen an die Statik aufgrund der – oft asymmetrischen –Belastung durch Schneelasten, andererseits die Gebäudeform, die sich an den kleinteiligen historischen Strukturen orientieren muss und nicht zuletzt ein kritischer und auf den Ort angepasster Umgang mit Bedürfnissen und Standards. Das Mehrfamilienhaus in Warth bietet der Jungend in den Alpen eine Perspektive und versucht, ein Modell für diese Bauaufgabe zu finden.

    Owens "Haus Drexel" , Fotograph Norman Radon
  • Owens "Haus Drexel"

    Warth


    Bauherr Owens Gerard und Martina
    Fertigstellung 2014
  • Das „Haus Drexel“ in Warth gehört seit 1610 der gleichen Familie und sollte nun als Feriendomizil aufgefrischt werden. Gleich neben der Kirche gelegen trägt das typische Walser Haus viel zum Ensemble und dem Dorfbild bei. Nach dem Umbau erscheint das Gebäude wieder gepflegt – seinen Charakter hat es behalten. Die Fassaden gegen Süden und Osten wurden ausgebessert, teils mit altem Holz, das noch im Dachstock lagerte, gegen Norden und Westen wurde der alte Schirm durch einen neue Schale mit unbesäumten Brettern und einer Dämmung ersetzt. In wenigen Jahren wird das Holz nachgedunkelt sein und das „Haus Drexel“ wird wieder eins mit seiner Nachbarschaft werden. Der Umbau konzentriert sich auf das mittlere Geschoss. Einige unsensible Einbauten aus den 1970er-Jahren sind gewichen, und was neu eingebaut wurde, spricht eine zurückhaltende und handwerkliche Sprache. Der Strickbau mit gemauertem Kern ließ nur punktuell Änderungen in der Struktur zu. Für die Küche wurden zwei kleine Räume zusammengelegt und eine Terrasse ins bestehende Gelände eingepasst. Im Kern des Gebäudes ist ein neues Bad entstanden, zum Treppenhaus hin sind die Wände vollflächig verglast – das ehemals dunkle Geschoss zeigt sich nun lichtdurchflutet und hell. Das historische Haus hat eine feinfühlige Transformation vollzogen: aktuell in der Nutzung, zeitlos in der Ausführung.

    Infowürfel Illwerke Kops, Fotograph Thomas Giradelli - Illwerke
  • Infowürfel Illwerke

    Silvrettastausee, Kopswerk, Lünersee


    Bauherr Vorarlberger Illwerke AG
    Fertigstellung 2014
  • Hotel Engel , Fotograph Norman Radon
  • Hotel Engel

    Mellau


    Bauherr Rögelböck Swenja und Walter - Hotel Engel
    Fertigstellung 2014
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    IWL Landsberg , Fotograph Klaus Mauz
  • IWL Landsberg

    Behindertenwerkstätte Landsberg am Lech


    Bauherr Isar - Würm - Lech IWL GmbH Werkstätte für Menschen mit Behinderung
    Fertigstellung 2013
  • Der gesamte Werkstättenbereich ist möglichst flexibel gehalten, die notwendigen Kerne liegen an den peripheren Bereichen, um eine Weiterentwicklung oder ein internes Wachstum nicht zu behindern. Eine teilweise Aufstockung ist sowohl in der ersten als auch in der zweiten Baustufe vorgesehen, die Aufstockung in der ersten Baustufe beherbergt die betriebliche Verwaltung, in der zweiten Baustufe könnte diese ins Verwaltungshauptgebäude umgesiedelt werden und die Räumlichkeiten als Werkstätten genutzt werden. Eine Anbindung an das neue Mensa- bzw. Verwaltungs- und Seminargebäude erfolgt im Zwischengeschoss über eine Brücke. Damit sind die einzelnen Funktionseinheiten intern verbunden.


    Das P-Gebäude wird als eigenständiger Baukörper an die Ostseite des Dorfplatzes situiert, mit eigener Anlieferungszone. Das bestehende Werkstätten- und Mensagebäude wird umgenutzt als Bereich für arbeitsbegleitende Maßnahmen.


    Die vorgeschlagene Holzbauweise in Kombination mit ausgewählten Materialien bietet eine gute Grundlage zur Erreichung der Ziele des energieeffizienten Bauens. Dabei soll auch besonderes Augenmerk auf die Verwendung von gesundheitlich unbedenklichen Materialien gelegt werden.


    Erfahrungen aus dem von uns gebauten Gemeindezentrum Ludesch, wo diese Fragen auf wissenschaftlicher Ebene evaluiert wurden, sollen in dieses Projekt mit einfließen. Sämtliche Materialentscheidungen sollen diesen Kriterien unterworfen werden. Die Verwendung von langlebigen Materialien sowie die Baustruktur, die Flexibilität ermöglicht, garantieren niedrige Lebenszykluskosten. Ebenso sollen sämtliche technischen Ausstattungen und Leitungen zugänglich bleiben, um eine leichte Veränderung oder Wartung zu gewährleisten (Systemtrennung). Kompakte Baukörper in Zusammenhang mit optimierten Gebäudehüllen ermöglichen ein vernünftiges Energiekonzept, eine Passivhausqualität wird angestrebt. Somit sollte es möglich sein, das gesamte Gebäude mit den bestehenden Tischlereiabfällen energetisch zu versorgen.


    Die kompakte Bauweise des Gebäudes gewährleistet bei einer optimierten Gebäudehülle sowie hoher Tageslichtnutzung einen minimierten Energieverbrauch. Zur Wärmeerzeugung werden die Holzreste der Schreinerei genutzt. Diese müssten dank des hohen Dämmstandards für die Raumheizung ausreichend sein. Für die Warmwasserbereitung wird die Abwärme der Drucklufterzeugung genutzt. Hierdurch kann insbesondere im Sommer ein ineffizienter, da kurzzeitiger Betrieb der Biomassekessel verhindert werden. Der Einsatz eines Blockheizkraftwerkes scheint nicht sinnvoll, da im Sommer die notwendigen Wärmeverbraucher fehlen und damit die Anlage sehr unwirtschaftlich betrieben würde. Die Wärmeübergabe in den Produktions- und Lagerbereichen erfolgt durch Deckenstrahlplatten, welche sich durch hohe Flexibilität bei der Einrichtung der Produktionsfläche sowie geringe Staubaufwirbelung auszeichnen. Die Sheddächer dienen zum einen der natürlichen Belichtung in der Gebäudetiefe, als Lüftungsmöglichkeit sowie als Montagefläche für die Photovoltaikmodule. Das neue Verwaltungsgebäude wird in der Kantine und in den Seminarräumen mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Durch den Einsatz eines Erdwärmetauschers wird die Zuluft zusätzlich vorkonditioniert , so dass im Zusammenspiel mit dem Atrium als Pufferzone und der freien Nachtlüftung auf eine aktive Kühlung des Gebäudes verzichtet werden kann. Ergänzend kann bei hohen Komfortansprüchen die Fußbodenheizung durch einen Grundwasserwärmetauscher auch zur stillen Kühlung verwendet werden.

    Orléans Holzhalle , Fotograph Büro Kaufmann
  • Orléans Holzhalle

    Saint-Jean-de-Braye


    Bauherr Conseil Régional du Centre, France
    Fertigstellung 2013
  • Die Oberschule Gaudier Bzreska in Saint Jean de Braye (45) war zu eng geworden, um alle Schüler, die herein drängten, aufzunehmen und zu unterrichten. Deshalb wurde von der Region Centre ein neues Gebäude in Auftrag gegeben. Dieser neue Raum mit insgesamt 5000 m2, ist komplett der Ausbildung zu Holzhandwerk Berufen gewidmet. Großräumig, mit Raum für die Sonne, beispielhaft... ganz klar erklang der Ruf, auf ein System mit lamellierter Holzstruktur zurückzugreifen.
     
    Die neuen Gebäude des Gymnasiums Gaudier Bzreska öffneten ihre Türen anlässlich des letzten Schulbeginns im September 2014. Das Leistungsverzeichnis war stark durch ihre Bestimmung geprägt (Holzhandwerk-Ausbildung). Der Bau beruht somit auf zwei Gebäuden: eine Halle (für den Unterricht) sowie Werkstätten (für die Fach-Handwerker). Dieses Ensemble war eindeutig dazu geeignet, ein Vorzeigebau zu werden; es sollte also in Holzhandwerk gemacht werden. Außerdem wünschte sich die Bauherrschaft weite Flächen ohne jegliche Hindernisse zur Einrichtung der Fachwerkstätten. Die mit diesem Projekt betrauten Architekten (Hermann Kaufmann und Atelier AWI) schlugen als strukturelle Lösung lamelliertes Holz vor, um den Platz zur Sonne freizulegen.

    Es wurden verschiedene Konstruktionslösungen mit lamelliertem Holz angewendet, je nach Gebäude sowie den darin stattfindenden Aktivitäten:

    DIE HALLE: Stützen/Balken Aufbau aus lamelliertem Holz / Fassaden mit Holzträgern / triangulierten Balken als Shed-Stütze / Windverband durch 8 kreuzförmige Pfeiler aus lamelliertem Holz;

    DIE WERKSTÄTT-BÜHNE: Gemischte Struktur aus Metallstützen / Balken aus lamelliertem Holz / Betonplatten;

    EMPFANGSRAUM: Gemischte Struktur aus peripheren Tragstützen aus lamelliertem Holz / Metallpfosten und –träger in zentraler Linie.
     
    DAS ARCHITEKTENWORT
    Die Architektin Adelgund Witte unterstreicht ebenso andere Nutzungsmöglichkeiten von lamelliertem Holz bei diesem Bauwerk, insbesondere mit: "dem Fußboden aus lamelliertem Holz mit geriffelter Unterseite und Trennwänden aus lamelliertem Eichenholz." Sie betont insbesondere die Bühne für die Werkstätten mit aufgebautem Laufkran: "Dieser Laufkran wiegt 2 Tonnen... und wird durch Träger und Pfeiler aus lamelliertem Holz getragen!"

    NH Rum - Steinbockallee 2 , Fotograph Bruno Klomfar
  • NH Rum - Steinbockallee 2

    Rum


    Bauherr Neue Heimat Tirol
    Fertigstellung 2013
  • Mit der neuen Wohnanlage in Innsbruck, rückt der Ortsteilrand von Neu-Rum weiter hinaus Richtung Inn. Zwei den Grundgrenzen folgende Längsbauten bilden innen einen halböffentlichen Platz, zur Straße hin schließt der neue Kindergarten ab. Das gesamte Ensemble wird mit einer Tiefgarage unterkellert.

    Der Ost-West orientierte, größere fünfgeschossige Baukörper bietet neben 41 Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen auch acht Seniorenapartments im ersten Stock. Erschlossen werden sie durch den Mittelgang und zwei Stiegenhäuser. Schmale, raumhohe Öffnungen sind auf allen vier Seiten des Wohnbaus in freier Abfolge verteilt. Sind es keine Balkon- bzw. Terrassentüren - und jede Wohnung hat mindestens eine davon - weisen sie die Teilung auf Brüstungshöhe auf, in Fenster und Fixverglasung unten. Die Balkone verstärken die Dynamik der rot gestrichenen Holzfassade durch ihre versetzte Anordnung, gleichzeitig entstehen damit partielle Überdachungen. 

     

    Das zweite, viergeschossige Wohngebäude mit 24 Einheiten orientiert sich nach Süden, mit durchlaufenden Balkonen – im obersten Stockwerk ergibt der Rücksprung des Baukörpers kleinere Wohnungen dafür jedoch Terrassen -  zur Wiesenlandschaft.Hier bleibt die Holzfassade natur, wie auch beim Laubengang auf der anderen Längsseite.

    Beide Wohnanlagen sind mit Stahlbeton-Decken und Stützen errichtet, Außenwände in Holzfertigteilelementen, mit vertikalem Holzschirm, nicht tragende Wände aus Holz, Treppenkern Stahlbeton. Energiestandard ist kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung und einem Lüftungsgerät pro Haus, plus Pelletsheizung.

    Kindergarten Rum-Steinbockallee , Fotograph Bruno Klomfar
  • Kindergarten Rum-Steinbockallee

    Rum


    Bauherr Immobilien Rum GmbH. Co.KG., Rathausplatz 1
    Fertigstellung 2013
  • Durch die neue Wohnbebauung wurde ein weiterer Kindergarten für den Ortsteil Rum notwendig. Das Haus der Kinder bildet mit den beiden Wohnbauten einen dreiseitig umschlossenen Hof, einen halböffentlichen Platz, mit Spielbereichen für die Kinder und Wegen zu den Wohnanlagen. Die komplette Unterkellerung bietet Tiefgarage und Nebenräume für alle.
    Das Raumangebot umfasst fünf Kindergarten-, zwei Krippengruppenräume, Bewegungsraum, einen großzügigen Essbereich mit Küche - all dies öffnet sich über große Schiebeverglasungen zu Garten oder Terrassen - und Ruheräume. Akzente bei Möbeln und Wandtäfer in den Garderoben setzt Weißtanne, in den ansonsten weiß gestrichenen Räumlichkeiten. Eichenholzlamellen, vom Keller bis ins Obergeschoß, teilen die zweiläufige Haupttreppe, das Shed auf dem Flachdach bringt Nordlicht ins Innere.
    Der zweigeschossige Beton-Holz-Hybridbau mit Holzfertigteilwänden, wird in der äußersten Schicht mit weißen Melaminharzplatten verkleidet, die zurückgesetzten, großzügig verglasten Flächen zu Terrassen und Balkonen, mit Lärchenholz. Eine Freitreppe verläuft unauffällig, jedoch räumlich interessant innerhalb der Gebäudehülle, mit außen weiß gestrichenen Holzlamellen im Obergeschoß. Fröhliches Apfelgrün begrüßt die Eintretenden, die grafischen Bordüren des Aufprallschutzes bei Glasflächen finden sich hier stark vergrößert wieder. Das Gebäude erreicht Passivhausstandard.

    Biomasseheizwerk Mellau , Fotograph Büro Kaufmann KG
  • Biomasseheizwerk Mellau

    Mellau


    Bauherr Biomasseheizwerk Mellau GmbH & Co
    Fertigstellung 2013
  • Eberle Johannes , Fotograph Norman Müller
  • Eberle Johannes

    Bregenz


    Bauherr Dr. Johannes Eberle, Schänzlihalbe 11, CH 3000 Bern 25
    Fertigstellung 2013
  • Umkleidepavillon Lahti , Fotograph Pauli Lindström
  • Umkleidepavillon Lahti

    Lathi


    Bauherr Lahti Lahden kaupunki Tekninen ja ympäristötoimiala / Maankäyttö PL 126 (Vesijärvenkatu 11 C, 2.kerros),15141 Lahti
    Fertigstellung 2013
  • Die veränderlichen Räume am Strand von Ankkuri sind Teil des Holzhäuserparks, der um die Sibelius Hall in Lahti angelegt wurde. Alle Gewinner des Spirit of Nature Wood Architecture Award haben ein Holzgebäude für den Park designt. Die Wände des wandlungsfähigen Raums wurden mit Schrauben zusammengefügt. Sie bestehen aus Gewölbepfeilern, die in Form eines Sägeblatts zusammengesetzt sind. Zwischen die Gewölbepfeiler wurden vertikale Fensterscheiben eingesetzt, die gebogene Wände auf einem 360-mm-Stahlsockel bilden, welcher seinerseits in eine 200 mm starke Betonplatte gegossen wurde. Die Pfeiler stützen zwei strahlenförmige Rahmen aus Brettschichtholzträgern, die eingeschoben und mithilfe von Schrauben an die Pfeiler befestigt sind. Auf dem Trägerrahmen ist eine horizontal laminierte Verblendungsplatte aus Bauholz aufgebracht. Die Platte verfügt über ein schräges Dach und ist wasserdicht. Die Höhe der Träger in der Dachstruktur variiert je nach Last, die auf die Struktur ausgeübt wird. Im Gebäude finden sich 32 verschieden Arten von Pfeilern und Trägern, deren hölzerne Anteile von Studenten vorfertigt wurden. Da das Gebäude für die Nutzung im Sommer gedacht ist, wird die Energie durch Solarpaneele erzeugt. Hermann Kaufmann wurde 2010 von der Wood in Culture Association der Spirit of Nature Architekturpreis verliehen. Der Preis wurde erstmalig im Jahr 2000 überreicht.

    Krumbach Pfarrhaus , Fotograph Adolf Bereuter
  • Krumbach Pfarrhaus

    Krumbach


    Bauherr Gemeinde Krumbach, Dorf 2, 6942 Krumbach
    Fertigstellung 2013
  • Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Gemeinde Krumbach grundlegend mit Gemeindeentwicklung. So wurden die drei Architekten Bernardo Bader, Rene Bechter und Hermann Kaufmann eingeladen, eine Ortskernstudie zu erstellen. Im ersten Schritt war die neue Bushaltestelle im Bereich des 'Alten Sennhus' (Sennerei), in nördlicher Verlängerung des Dorfplatzes dran. Die Sennerei wurde abgebrochen Architekten bereiteten mit dem straßenbegleitenden Holzbauwerk weiteres vor.


    Auch das alte Pfarrhaus war für die Bedürfnisse des Dorfes nicht mehr adaptierbar. Von Gemeindeseite suchte man Platz für Musikprobelokal, Bücherei und einen kleinen Veranstaltungssaal. Die Pfarre brauchte ebenfalls mehr Raum für das pfarrliche Leben und Chorproben. Zuerst wurde das Raumprogramm für zwei Gebäude gedacht. Da das alte Pfarrhaus schlussendlich abgerissen werden musste, stellte das Architektenteam ein einziges Gebäude an die Straßenkante. Damit wird ein großzügiger Dorfplatz und der bauliche Abschluss Richtung Süden geschaffen.


    Das neue Pfarrhaus erinnert in Volumen und Dachform an den Vorgängerbau. Mit dem selbstbewussten Baukörper wird das Dorfzentrum wohltuend definiert. Die raumhohen Öffnungen im Erdgeschoß zeigen die öffentlichen Funktionen an: Vom Kirchplatz wird direkt und freundlich über das Foyer in den Veranstaltungssaal geleitet, Küche und Pfarrkanzlei sind seitlich zugeordnet. Das offene Treppenhaus führt zur Bibliothek, zur Pfarrwohnung im Obergeschoß und zu den Musikübungsräumen im Untergeschoß.


    Ab Bodenplatte wird in Holz aus den Gemeinde-eigenen Wäldern gebaut. Der Wechselfalzschirm aus sägerauer Fichte mit variierender Lattenbreite gibt der Fassade Tiefe. Auch die Fenster sind aus Fichte, die Leibungen Eiche, auf Blech wird außen verzichtet. Im Innenraum bleibt man bei Weißtanne aus Krumbach, nur die Fußböden sind aus Eiche. Für den stark belasteten Eingangsbereich wird Naturstein gewählt, ein erdfarbener Granit, der mit dem Holz harmoniert.


    Ökologie
    Mit höchster Energieeffizienz (zurzeit Spitzenreiter bezüglich der Punkteanzahl beim Kommunalgebäudeausweis) erreicht das Gebäude Passivhausstandard, der geringe Wärmebedarf wird durch die kommunale Hackschnitzelanlage gedeckt. Weitere Vorzüge: Niedrige Lebenszykluskosten dank optimierter Betriebskosten; Einsatz von Gemeinde-eigenem Holz beim konstruktiven Holzbau, bei Fassade und Fenstern; Konsequent ökologische Materialwahl: Ausschreibung nach ökologischen Kriterien, Produktdeklaration durch Handwerker mit anschließender Prüfung durch Bauökologen; Optimierter Ökoindex 3 durch Verwendung vorwiegend nachwachsender Baustoffe; Durchgängiger PVC-Verzicht – auch bei der Elektroverkabelung.

    Passivhaus Plus Wohnanlage Unterstein , Fotograph Robert Fessler
  • Passivhaus Plus Wohnanlage Unterst...

    Langenegg


    Bauherr Morscher Bau- & Projektmanagement GmbH
    Fertigstellung 2013
  • War das Leben im Bregenzerwald einst fest verankert mit einer traditionellen Bauweise, folgte ab Mitte des letzten Jahrhunderts eine Phase, in der diese Einheit von Leben, Gebäude und Landschaft auseinanderzuklaffen begann.

    Nun hat sich in den letzten Dekaden das Leben im Bregenzerwald erneut verändert. Die Möglichkeiten sind vielfältiger geworden, die Menschen sehen wieder vermehrt eine Zukunft fernab der Städte. Es stellt sich erneut die Frage: Wie baut man für diese neuen Bewohnerinnen und Bewohner? Wie kann deren Lebensgefühl eine Heimat finden?

    Die beiden Wohnhäuser in Langenegg zeigen beispielhaft, wie Qualität und Genügsamkeit sich mischen – und sich zu einem Amalgam aus städtischer Eleganz und Landleben vereinen.

    Zertifiziertes Passivhaus plus

    Ochsen Bildstein , Fotograph Büro Kaufmann
  • Ochsen Bildstein

    Bildstein


    Bauherr Gemeinde Bildstein
    Fertigstellung 2013
  • Umbau OXA Lädelä: Angelpunkt des dörflichen Lebens
    Es ist wohl eines der kleinsten Projekte von Architekten Hermann Kaufmann – aber es hat eine große soziale Wirkung. Die ehemalige Traffik von Bildstein, die dem Restaurant „Ochsen“ angegliedert war, ist die einzige Möglichkeit, im Dorf einzukaufen. Wenn es sie nicht gäbe, müssten die Bewohnerinnen und Bewohner in ihr Fahrzeug steigen und in die Nachbarorte Schwarzach oder Wolfurt fahren. Denn der Wallfahrtsort Bildstein liegt hoch über dem Rheintal auf einem Geländekamm, der zur Ebene hin steil abfällt – die Häuser aufgeknüpft wie auf einer Perlenschnur. Das Dorf entwickelt sich entlang dieser prägnanten Krete über eine beachtliche Höhendifferenz hinweg. Auf einem Plateau im Ortskern stehen die Basilika und das Gemeindehaus: eine natürliche Terrasse mit wunderbarem Blick über das Rheintal und den Bodensee.

    Die Traffik des „Ochsens“ musste erweitert und renoviert werden. Das Geschäft sollte auch weiterhin eine Einkaufsmöglichkeit im hochgelegenen Ort bieten – als OXA Lädele hat es unter der gleichen Funktion einen neuen Namen erhalten. Der Umbau musste günstig ausfallen, da hohe Investitionen das wirtschaftliche Bestehen des Lädeles bedrohen würden. Der östliche Anbau des Gasthauses wurde innen erneuert, das Schaufenster zu einer großen Eingangsfront ausgeweitet, die geschindelte Fassade gedämmt und mit einer stehenden Lattung eingepackt. Das Vordach aus Stahl und Massivholz blieb bestehen und wurde in die neue Gestaltung integriert. Trotz des engen Budgets konnten die behördlichen Auflagen eingehalten werden: für Geschäfte mit Lebensmitteln ebenso wie die Sicherheitsvorgaben für Bankomaten – dies waren die größte Herausforderungen in diesem Projekt. Der Ausbau ist mit Regalen ab der Stange einfach gehalten, denn der Entwurf ordnete sich vollends dem Ziel unter, eine solide wirtschaftliche Basis für den Betrieb des Geschäftes zu schaffen – und es gelingt ihm dennoch zu kommunizieren, dass neben dem Ochsen etwas Neues entstanden ist.

    Das OXA Lädelä verkauft neben Gütern des täglichen Gebrauchs auch zahlreiche Spezialitäten aus der Region: heimische Landwirte und Produzenten beliefern den Laden mit Gemüse, Fleisch, Milchprodukten, Eiern und Käse. Ein kleiner Backofen erlaubt es, frisch gebackenes Brot anzubieten.  So können an Werktagen die Bildsteinerinnen und Bildsteiner jeweils am Vormittag ihre Einkäufe direkt vor Ort erledigen – und gleich noch einen kurzen Schwatz mit ihren Nachbarn abhalten.

    Forster Reifen , Fotograph Norman A. Müller
  • Forster Reifen

    Lauterach


    Fertigstellung 2012
  • Im Zuge der Umsiedlung des Betriebes in einen ehemaligen Lebensmittelgroßmarkt wurde die Reifenservicehalle auf dem davor liegenden Parkplatz errichtet. In diesem von drei Seiten geschützten Flugdach können die Reifenservicearbeiten für LKW´s durchgeführt werden. Das Flugdach steht vor der Eingangsglasfassade, womit es notwendig war, das Gebäude möglichst leicht und transparent zu gestalten. Auf eingespannten Stahlbetonstützen sind Hauptträger aufgelegt, an welche die nur 6 cm breiten sehr eng gelegten Nebenträger eingebunden werden. Diese Nebenträger liegen im Seitenfassadenbereich direkt auf Stützen in derselben Stärke. Der Windschutz dieser lamellenartigen Wand wird mit in die Stützen eingeklemmten Acrylglasplatten bewerkstelligt.