Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft

München     in Kooperation mit Martin KühfussMirjana Grdanjski - Architekturmuseum
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Stephan Paul Stuemer
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Stephan Paul Stuemer
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Stephan Paul Stuemer
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Stephan Paul Stuemer
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Stephan Paul Stuemer
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Stephan Paul Stuemer
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Stephan Paul Stuemer
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft , Fotograph Büro Kaufmann AL
Bauen mit Holz
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Publikationen  


Natürliche Erscheinung

Links  


 


Bauen mit Holz - Wege in die Zukunft München



Fertigstellung

 2011

Konzept 

Prof. Hermann Kaufmann
Prof. Winfried Nerdinger - Architekturmuseum

Kooperation 

Martin Kühfuss
Mirjana Grdanjski - Architekturmuseum

Holz hat als Baumaterial eine Bedeutung gewonnen, die noch vor wenigen Jahren kaum für möglich gehalten worden wäre. Das sich seit den 1970er-Jahren entwickelnde globale Bewusstsein für eine Schonung der Ressourcen und die Beachtung ökologischer Grundsätze hat auch im Bauwesen ein neues Denken herbeigeführt.
Bautechnische Forschungen haben große Verbesserungen beim Brand- und Lärmschutz von Holzbauten bewirkt, und computergestützte Berechnungs- und Fertigungsmethoden ermöglichen völlig neue Formen der Gestaltung. Einer der ältesten Baustoffe liefert somit entscheidende Beiträge zu einer ressourcenschonenderen Architektur, ein vertrautes Material präsentiert sich in einer neuen Vielfalt. Diese Botschaften bestimmen die Ausstellung ›Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft‹, mit der dieser Wandel einer breiten Öffentlichkeit verständlich und anschaulich vermittelt werden soll.

Die Darstellung beginnt mit dem Wald, der als Materiallieferant dient, weit darüber hinaus aber existenzsichernde Bedeutung für das Leben auf unserem Planeten hat. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen das Jahr 2011 zum ›Internationalen Jahr der Wälder‹ erklärt. Circa ein Drittel der Landoberfläche der Erde ist mit Wäldern bedeckt, die als materialisierte Sonnenenergie bezeichnet werden können. Sie entstehen im Prozess der Photosynthese, bei der Kohlendioxid gebunden und Sauerstoff freigesetzt wird. Der Wald ist somit ein entscheidender Klimafaktor und Lebensspender, dessen Produkte zudem etwa 1,6 Milliarden Menschen Arbeit und Lebensunterhalt geben. Durch verstärkte Verwendung von Holz könnte in unseren Städten und Dörfern ein ›zweiter Wald‹ gepflanzt werden, der beträchtlich zur Kohlendioxidbindung und Klimaverbesserung beitragen würde.

Nach der Darstellung der Grundlagen des Holzbaus wird dessen ökologisches und energetisches Potenzial anhand wissenschaftlich fundierter Untersuchungen aufgezeigt. Es folgt eine Präsentation des technologischen Potenzials. Neue Fertigungsmethoden ermöglichen heute völlig neue Bauweisen, die anderen Baustoffen in energetischer und ökonomischer Hinsicht häufig überlegen sind. Der abschließende Teil zeigt dann eine Auswahl internationaler Beispiele, die einen Einblick in die neue Vielfalt des architektonischen Ausdrucks und der Gestaltungsmöglichkeiten vermitteln.
Die Vertreter der modernen Architektur sahen lange Zeit im Holz ein konventionelles Material, das nicht in der Lage sei, neue und zeitgemäße Konzepte auszudrücken. Diese Abwertung von Holz gegenüber Materialien mit einem angeblich stärkeren technischen und modernen Ausdruck ist durch die jüngsten Entwicklungen im Holzbau völlig obsolet geworden. Im Gegenteil: Holz kann heute geradezu als der Exponent und Garant eines zukunftsorientierten Bauens bezeichnet werden.

Ausstellung und Katalog konnten nur aufgrund großzügiger Förderung und Unterstützung verwirklicht werden. Unser großer Dank geht an den Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks, pro Holz Bayern, das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und den Förderverein des Architekturmuseums der TU München. Wir danken weiterhin Alexander Kirst, den beteiligten Architekturbüros, die uns mit Leihgaben unterstützen, den Autoren sowie den Studenten der Fakultät für Architektur, die mit großem Einsatz Modelle im Rahmen von Vertiefungsseminaren fertigten. Besonderer Dank gilt Reinhard Gassner und Marcel Bachmann vom Büro Gassner Redolfi KG für die Gestaltung von Ausstellung und Publikation sowie den engagierten Mitarbeitern der beiden veranstaltenden Institutionen Martin Kühfuss, Mirjana Grdanjski und Mechthild Kaufmann.

Hermann Kaufmann – Fachgebiet Holzbau, TU München
Winfried Nerdinger – Architekturmuseum der TU München