Forschungsbericht - LifeCycle Tower

Lifecycle Tower
Haus der Zukunft

Energieeffizientes Holzhochhaus mit bis zu 20 Geschossen
in Systembauweise
M. Zangerl, H. Kaufmann, C.Hein u.a.

Berichte aus Energie- und Umweltforschung 00/2010

Eigentümer, Herausgeber und Medieninhaber:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Radetzkystraße 2, 1030 Wien
Verantwortung und Koordination:
Abteilung für Energie- und Umwelttechnologien
Leiter: DI Michael Paula

 

Ausblick und Empfehlungen



 

Die Im gegenständlichen Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse werden im nächsten Schritt anhand eines Demonstrationsprojektes veranschaulicht und weiter optimiert.

Kurzfristiges Ziel ist es, die bisher gewonnenen Ergebnisse in einem Demonstrationsprojekt umzusetzen. Das entwickelte Gebäudekonzept LifeCycle Tower wird plausibilisiert und optimiert. Die vorgefertigten Module des Tragesystems (Primärkonstruktion) werden mit unterschiedlichen Fassadenelementen (u. a. Photovaltaikelementen) und Technologiekomponenten kombiniert. Das Demonstrationsobjekt wird sich nicht als ein homogenes Projekt darstellen, sondern es wird die Variantenvielfalt aufzeigen, die das Bausystem zulässt. Die Auswirkungen der Varianten auf Bauphysik, Energieverbrauch etc. werden gemessen und mit den im Vorgängerprojekt errechneten Werten verglichen.

 

Das Objekt wird mit „fehlertoleranten“ Nutzern einer realitätsnahen Verwendung als Büro, Wohnung und (eingeschränktem) Hotelzimmer zugeführt.

Die besondere Herausforderung liegt in der Industrialisierung der gesamten Bauabwicklung. Diese umfasst Planungsprozesse, Serienfertigung der Module, Gebrauchstauglichkeit, Logistik und Montage, die am Demonstrationsobjekt getestet und für großvolumige Bauten optimiert werden.

 

Im Ergebnis liegt ein optimiertes Gebäudekonzept vor, dessen Funktionsfähigkeit und Nutzungseigenschaften am Demonstrationsobjekt im realitätsnahen Betrieb nachgewiesen sind. Dieses steht insbesondere für Tests künftiger Bauteilentwicklungen von Partnerunternehmen zur Verfügung. Das System ist auf internationale Vermarktung ausgerichtet. Das Demonstrationsprojekt wird künftigen Investoren und sonstigen Interessensgruppen die Vorteile des Holzbausystems veranschaulichen und die Vermarktung unterstützen.

 

Die Vorfabrikation qualitätskritischer Komponenten senkt die hohen Planungs- und Ausführungsrisiken im Systembau und ermöglicht der Bauwirtschaft einen internationalen Know-how Transfer, wie dies bei herkömmlichen Bauweisen nicht möglich wäre. Durch Kooperationen mit dem LifeCycle Tower gelingt es damit auch kleineren und mittleren Unternehmen den Sprung ins Ausland zu schaffen und vom weltweiten Einsatz zu profitieren. Eine weitere Optimierung der industriellen Fertigungsprozesse sowie die Etablierung eines effizienten Supply Chain Management sind die nächsten Schritte im Projekt.