Kinderhaus Garching

Ingeborg-Ortner-Kinderhaus Garching     in Kooperation mit aichner kazzer architekten
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching Lageplan
Kinderhaus Garching Grundriss EG
Kinderhaus Garching Schnitte
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke
Kinderhaus Garching , Fotograph Henning Köpke

Auszeichnungen 



Publikationen  


Broschüre Holzbaupreis Bayern 2010
ZN A-05, Referat Forschung, Innovation und Waldpädagogik, Broschüre pdf - 4,2 MB
Kinderhaus Garching
ZN Z-194, Petra Stephan, AIT 5.2011, S.84-89
Ingeborg Ortner Kinderhaus
ZN Z 233, Baukulturführer 57, 2011
Ingeborg Ortner Kinderhaus
ZN Z-233, Baukulturführer 57, 2011
Kinderhaus Garching
ZN Z-180, Holzbaupreis Bayern 2010 - Broschüre, S. 8-9

Projektinfoblatt  



Links  


 


Kinderhaus Garching Ingeborg-Ortner-Kinderhaus Garching



Bauherr

 TU München

Fertigstellung

 2010

Kooperation 

aichner kazzer architekten

Projektleitung 

DI Marco Bumeder

Mitarbeit 

DI Elvira Sommer, DI Dominik Brummer

Kostenplanung 

Bauleitung 

Elmar Schaugg
Der städtebauliche Entwurf nimmt die Orthogonalität des Gesamtgeländes auf und orientiert sich an den bestehenden Straßen- und Gebäudeausrichtungen. Das neue Gebäude wird am westlichen Rand des Grundstücks platziert, so dass der übergeordnete Grünzug (Wiesäckerbach) östlich des Gebäudes weitestgehend unberührt bleibt. Das Gebäude wird über die vorhandene Parkplatzzufahrt erschlossen. Der eingeschossige Baukörper mit begrüntem Flachdach fügt sich selbstverständlich in den Naturraum ein. Die Verschwenkung des Baukörpers schafft auf der Westseite einen geschützten Hofbereich. Auf der Ostseite entstehen zwei differenzierte, den Kindergarten- bzw. Kinderkrippengruppen zugeordnete Spielbereiche.
Über den halböffentlichen Hof gelangt man von Norden ins Gebäude. Am zentralen Foyer liegen die übergeordneten Funktionen Leitung, Küche und Mehrzwecksaal. Der interne Erschließungsflur liegt großzügig belichtet auf der Westseite. Alle Gruppenräume und der Mehrzweckraum öffnen sich nach Osten auf die Freiflächen mit Blick bis zum Wiesäckerbach. Die Spielflächen sind von jedem Gruppenraum direkt oder über das Foyer zu erreichen.
In Teilbereichen der Gruppenräume sind jeweils Galerien eingezogen. Die dadurch entstehenden Räume bieten, mit einer Raumhöhe von ca. 1,5 m, eine Rückzugsmöglichkeit für die Kinder.
Das Farb- und Materialkonzept sieht im Großen und Ganzen naturbelassene Oberflächen vor. Lediglich ein Teil der Gruppenraumelemente erhält eine farblich gestaltete Oberfläche. Jede Gruppe hat eine Identifikationsfarbe, die sich aber nur in Nuancen von den anderen unterscheidet, um im Spektrum der gleichen Farbe zu bleiben.

Konstruktion
Die Haupttragglieder der erdgeschossigen, nicht unterkellerten Kindertageseinrichtung bilden massive Brettsperrholzwände sowie Balkendecken. Es handelt sich um offene Holzbalken mit Abmessungen von 40 / 240 mm, die in einem Abstand von 250 mm angeordnet sind. Sie bilden das tragende Element für den darüber befindlichen Dachaufbau und tragen wesentlich zur architektonischen Gestaltung sowie zu einer sehr guten Raumakkustik der Aufenthaltsräume bei. Die Decken des großzügigen Eingangsfoyers, der Flure sowie der Funktionsbereiche sind wie die Wände in Brettsperrholzbauweise errichtet. Als besonderes Gestaltungsmerkmal wurden alle Wand- und Deckenoberflächen in hochwertiger Qualität sichtbar ausgeführt. In die Wandelemente wurden sowohl im Eingangsbereich als auch in den Gruppenräumen in gleichen Materialien Einbauschränke integriert, durch die das Erscheinungsbild der Wandoberflächen nahezu nicht gestört wird.
Als weiteres Gestaltungsmerkmal wurde eine Kombination der Holzbauweise mit Sichtbetonelementen in Form von 4 Schotten an den Giebelwänden der beiden Gebäudeflügel gewählt.
Die Gebäudehülle bilden großzügige raumhohe Glasflächen und geschlossene Wandelemente in Holzrahmenbauweise mit einer vertikalen sägerauen Weißtannenbekleidung. Die Oberflächen sind weitestgehend unbehandelt. Großzügige Vordächer, die gleichzeitig einen Sonnenschutz bieten, dienen als Schutz der zurückgesetzten Fassadenflächen vor Witterung. Das Flachdach der Kindertageseinrichtung ist extensiv begrünt.

Brandschutz
Um eine möglichst flexible Nutzung der Kindertageseinrichtung gewährleisten zu können, wurde diese in drei Nutzungseinheiten untergliedert, die jeweils als Gesamteinheit, bestehend aus Aufenthaltsräumen und Fluren, genutzt werden können, so dass die Flure ebenfalls für den Aufenthalt und zum Spielen der Kinder zur Verfügung stehen. Notwendige Flure werden dementsprechend nicht vorgehalten. Die einzelnen Nutzungseinheiten sind durch feuerhemmende, raumabschließende Wände voneinander abgetrennt.
Alle Gruppenräume verfügen auf der Ostseite des Gebäudes über direkte Ausgänge ins Freie, die in den gesicherten Garten und Spielbereich führen. Durch dieses Konzept wird eine Evakuierung der im Gebäude befindlichen Kinder innerhalb kürzester Zeit gewährleistet.
In Abstimmung mit dem Bauherrn wurde das Gebäude aus Gründen eines erhöhten Personenschutzes sowie eines verbesserten Sachwerteschutzes mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet. Eine Brandmeldung wird direkt auf die für das Gebäude zuständige Leitstelle der Werkfeuerwehr der Technischen Universität München in Garching übertragen. Aufgrund der optimalen Sicherheitsvorkehrungen konnten alle Oberflächen sowohl in den Fluren als auch in den Aufenthaltsbereichen mit sichtbaren Holzoberflächen ausgeführt werden.

Energiekonzept
Ziel war es, ein energetisch sparsames Gebäude zu entwickeln, das deutlich über den derzeitigen EnEV-Standard hinausgeht. Öffnungsgrad und U-Werte der Gebäudehülle wurden dabei optimiert, eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung senkt den Energieverbrauch nochmals beträchtlich. Über öffenbare Oberlichter wird in den heißen Sommermonaten eine Bauteilaktivierung durch Nachtauskühlung sichergestellt. Neben der Energieeinsparung durch ein solches System sind auch ein erheblicher Komfortgewinn sowie eine verbesserte Sommertauglichkeit gegeben. Die weit auskragenden Vordächer erbringen neben dem konstruktiven Holzschutz zusammen mit vorgelagerten Senkrechtmarkisen an der Ostseite den sommerlichen Wärmeschutz. Das Gebäude wird mit Fernwärme beheizt.
Auf die Verwendung von Materialien mit geringem Primärenergiebedarf und niedrigem Unterhaltsaufwand wurde großer Wert gelegt, um ein nachhaltiges und kostengünstiges Betreiben der Einrichtung zu ermöglichen.

Betreiberkonzept
Die Einrichtung wird vom Studentenwerk München betrieben und von der Mensa des Studentenwerkes mit Essen versorgt. Da eine größtmögliche Flexibilität angestrebt ist, wurden die 4 Gruppen weitestgehend gleich ausgebildet und können sowohl für Kindergartengruppen als auch für Kinderkrippengruppen genutzt werden.
Die Einrichtung steht offen für Kinder aus der Stadt Garching und der näheren Umgebung.