TUM Exzellenzzentrum

Garching (D)     in Kooperation mit aichner kazzer architekten
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke
TUM Exzellenzzentrum , Fotograph Henning Köpke

Projektinfoblatt  



Links  


 


TUM Exzellenzzentrum Garching (D)



Bauherr

 TU München

Fertigstellung

 2010

Kooperation 

aichner kazzer architekten

Projektleitung 

DI Hans Kazzer

Mitarbeit 

DI Elvira Sommer

Kostenplanung 

DI Elvira Sommer

Bauleitung 

Elmar Schaugg
Konzeption
Das Exzellenzzentrum steht auf dem Vorplatz der Fakultät für Maschinenwesen, südlich der Lichtenbergstraße an zentraler Stelle nahe der U-Bahnstation. In unmittelbarer Nähe, nördlich des Campusparks, wird sich das künftige „TUM Institute for Advanced Study“ befinden, wodurch Synergieeffekte und interaktive Wirkungen der beiden Schwerpunkte Forschung (TUM-IAS) und Lehre (TUM Graduate School) erreicht werden. Der städtebauliche Entwurf nimmt die Ausrichtung der angrenzenden Gebäude und Straßen auf und erhält durch die Freistellung auf dem Platz einen markanten Ausdruck. Die Geschosszuordnung sieht im Erdgeschoss die öffentlichen Räume, Veranstaltungssaal, Bibliothek und Anlaufstelle für Doktoranden vor. In den drei Obergeschossen befinden sich Arbeitsplätze und Versammlungsräume des „CCC“, der „TUM Graduate School“ und der IGSSE- und GSISH-Koordinatoren. Die Raumgrößen können den Nutzerwünschen entsprechend variiert werden. Die Anordnung der Arbeitsplätze folgt dem Fassadenraster. An die Büros sind Balkone angeschlossen, die als Sonnenschutz und Austrittsmöglichkeit dienen. Die Erschließung erfolgt über einen Erschießungsflur oder die offenen Kommunikationsflächen. Es besteht die Möglichkeit, bei Bedarf das Gebäude Richtung Norden zu erweitern.

Baukonstruktion
Das Gebäude ist als Stahlbetonskelettbau mit aussteifendem Kern und einer hoch gedämmten Holzrahmenfassade konzipiert. Das Achsraster des gesamten Gebäudes beträgt 3,40 m. Die vertikale Erschließung (Treppenhaus und Aufzugschacht) im nordwestlichen Teil des Gebäudes bildet zusammen mit den Sanitärbereichen und Installationsschächten den aussteifenden Kern des Gebäudes. Zusätzlich wirkt eine sich über alle Geschosse erstreckende Wandscheibe aussteifend. Unterkellert ist einzig der Kernbereich. Die Fassade der Büroräume in den Obergeschossen ist umlaufend mit Dreifachverglasung versehen. Den Brüstungsbereich bildet eine hoch gedämmte Holzrahmenkonstruktion. Die Fassade des Stahlbetonkerns ist ebenfalls gut gedämmt und mit einer Holzlattenschalung versehen. Das Erdgeschoss wird größtenteils durch eine geschosshohe Dreifachverglasung in Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Lüftungselementen begrenzt. Durch den umlaufenden Sonnenschutz und die Möglichkeit zur manuellen Lüftung im gesamten Gebäude entsteht ein positives Arbeits- und Raumklima.

Energiekonzept
Gerade die laufende CO2-Diskussion zeigt, dass es wichtig ist, energieoptimierte Gebäude zu entwickeln, die über den derzeitigen EnEV- Standard gehen, denn der Stand der Technik hat diesen bereits überholt. Die Auslegung der Dämmwerte der Gebäudehülle führt gemeinsam mit dem Anschluss des Gebäudes an eine Fernheizung zu einem Gesamtprimärenergiebedarf von 134 kWh/qm a und übertrifft die EnEV-Vorgaben von 240 kWh/qm a. Das Exzellenzzentrum orientiert sich am Standard energieoptimierter Bürogebäude.

Vielfalt Energie Präsenz
Die Klarheit der architektonischen Struktur mit ihren präzisen Fassadenelementen machte es möglich, diese durch reine Färbungen in ihrer Eigenständigkeit zu stärken. Durch die Interaktion der einzelnen Farbfelder entstehen unterschiedliche räumliche Konfigurationen, die dem Haus eine vielschichtige Identität verleihen. Das Zusammenspiel der Bewegungen der Menschen auf dem Campus mit der Vibration der Fassade ermöglicht farbenfrohe Erfahrungen im 'Zeitalter der Zeichen'. (Erich Wiesner)