Brücke Frutzsteg

Zwischenwasser
Brücke Frutzsteg , Fotograph Bruno Klomfar
Brücke Frutzsteg , Fotograph Bruno Klomfar
Brücke Frutzsteg , Fotograph Bruno Klomfar
Brücke Frutzsteg , Fotograph Bruno Klomfar
Brücke Frutzsteg , Fotograph Bruno Klomfar
Brücke Frutzsteg
Brücke Frutzsteg
Brücke Frutzsteg
Brücke Frutzsteg
Brücke Frutzsteg


Brücke Frutzsteg Zwischenwasser



Bauherr

 Gemeinde Zwischenwasser, Gemeinde Rankweil

Fertigstellung

 2003

Projektleitung 

Kostenplanung 

Bauleitung 

Tragwerksplanung 

M+G Ingenieure, DI Josef Galehr, Feldkirch

Als „Laufplatte mit Geländer“ quert der Frutzsteg in Zwischenwasser unspektakulär und formal zurückhaltend den Bach und erfüllt die Forderungen der Bauherrschaft nach kostengünstiger, rascher Realisierung und dauerhafter, wartungsfreier Haltbarkeit. Der Vorgängerbau am wichtigen Verbindungsweg zwischen Rankweil und Muntlix war in die Jahre gekommen und musste abgerissen werden.
Die im alten, filigranen Steg vorgefundenen Qualitäten einer pragmatischen, ästhetisch ansprechenden Lösung wurden im neuen Entwurf aufgegriffen und weiterentwickelt. Mit sparsamer Geste und Reduktion in den Materialien wird das Flussbett mit einer aus dem Grün herausfahrenden Konstruktion überbrückt. Zwischen den Brückenwiderlagern in Sichtbeton ist der Holzsteg eingehängt, mit fließendem Übergang von Holztragwerk in die Widerlager. Durch die vorgefundene Topographie, die im Süden eine größere Konstruktionshöhe zulässt, bot sich eine keilförmige Brücke an, statisch als einseitig eingespannter Einfeldträger ausgeführt. Die tragende Holzkonstruktion – ein massiver Block an der Einspannstelle, der sich im Brückenverlauf kammartig in Einzelquerschnitte auffächert – liegt wettergeschützt unter dem Gehbelag und ist damit quasi unbegrenzt wartungsfrei haltbar. Der ganze Holzsteg mit Abdichtungen, Gehbelag und Geländer wurde vorgefertigt und am Ort mit einem Kranhub montiert, um so rasch wie möglich Ersatz für die abgetragene, alte Brücke zu bieten. Belagmaterial und die leichte, transparente Ausführung der Geländer orientieren sich am Vorgängerbau. Damit verzichtet der neue Frutzsteg darauf, sich selbst zu inszenieren und überlässt dem Naturraum die Hauptrolle.