Wettbewerb Zentrumsverbauung Egg

Anerkennung Egg
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Wettbewerb Zentrumsverbauung Egg Anerkennung Egg



Bauherr

 Gemeinde Egg

Wettbewerb

 2007

Mitarbeit 

Ankauf Das derzeitige Ortszentrum von Egg ist das Ergebnis einer prioritär auf Verkehrsfunktionen reagierenden Gestaltung. Der einst klar gefasste und dichte Ortskern wurde stark ausgeweitet und verlor an ortsräumlicher Dichte und Prägnanz. Der von Post und Gemeindeamt abgegrenzte, abgesenkte Bereich hat nicht die Qualität eines gut nutzbaren Dorplatzes und wird nicht ohne Grund als Parkplatz genutzt. Ebenfalls fehlt dem derzeitigen Ortszentrum die räumliche Spannung zwischen weiten und verengten Bereichen, es mangelt an Torwirkungen und Übergangsbereichen. Derzeit ist nicht erkennbar, wo das Ortszentrum beginnt und wo es endet. Es dominiert der räumlich überbreite Durchfahrtsraum an der B 200. Diese Breite gibt zwar Platz für straßenbegleitende Aufstellung der Busse des ÖPNV, dieser kann aber in dieser Konstellation weder ideal abgewickelt werden, noch sind befriedigende und gefahrenfreie Umsteigemöglichkeiten gegeben. Auch attraktive Wartemöglichkeiten fehlen. Der fließende Verkehr insbesondere der Kreuzungsbereich Löwenkreuzung ist sicher ein gravierendes Problem für Egg, kann aber nicht ohne große ortsräumliche Eingriffe gelöst werden. Weder Kreisverkehr oder Ampelregelung sind hier sinnvoll, noch erscheinen eine Umleitung des Verkehrs oder diverse Einbahnregelungen zielführend und intelligent. Es wird Egg auch die nächsten Jahre mit dieser Kreuzung leben müssen, was aber durch den Vergleich mit wirklich verkehrsbelasteten Regionen das Problem etwas relativiert. Der Verfasser schlägt als vor, den öffentlichen Verkehr gänzlich neu zu regeln und peripher an den Ortskern zu legen. Dadurch ergibt sich die Chance, das neue Gebäude so zu situieren, dass der Straßenraum eingeengt wird, es entsteht zusammen mit dem Feldkircherhaus ein Tor zu einem nun klar definierten Dorfplatz. Dieser wird zudem präsent und erfahrbar durch Anhebung auf das Niveau des derzeitigen Ergeschoßniveaus des Gemeindehauses sowie durch flächenhafte Gestaltung statt des derzeitige Verkehrsdesigns. Ebenso kann so ein gut funktionnierender Umsteigebahnhof für den wachsenden ÖPNV organisiert werden, der übersichtliches und gefahrloses Umsteigen sowie attraktive Wartemöglichkeiten anbietet. Die dadurch zusätzlich notwendigen Linksabbiegemanöver stellen gemessen an den Vorteilen dieser Lösung ein geringes Problem dar, ebenso die etwas längeren Busfahrwege. Der somit entstandene ebene, verkehrsfreie und fast quadratische Dorfplatz bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und wird zusätzlich attraktiv durch das Cafe im neuen Postgebäude sowie durch erdgeschoßige Geschäftsflächen. Tiefgarage sowie Busbahnhof sind gefahrlos und barrierefrei von diesem erreichbar. Das neue Postgebäude ist sehr einfach und zurückhaltend gestaltet. Es nimmt dadurch sowie durch die Materialisierung mit einer naturbelassenen Holzschindelfassade den Bezug zur Region auf. Passivhausbauweise, sowie ökologische Materialverwendung sind eine Selbstverständlichkeit.