Wettbewerb Pflegeheim

3. Platz Mauren (FL)     in Kooperation mit Architekten Gärtner Neururer
Wettbewerb Pflegeheim
Wettbewerb Pflegeheim

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Wettbewerb Pflegeheim 3. Platz Mauren (FL)



Bauherr

 Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe (LAK), Liechtenschtein

Wettbewerb

 2015

Kooperation 

Architekten Gärtner Neururer

Visualisierung 

Zoom VP

Mitarbeit 

Städtebau
Das neue Pflegeheim in Mauren wird in einem kleinteilig bebauten Ortsteil errichtet, der Entwurf richtet sich mit den Gebäudefluchten und der geplanten Höhenentwicklung (E+1 bzw. E+2) danach.
Die Alterswohnungen werden in zwei Baukörper an der Lachenstraße situiert und größenmäßig an die Umgebung angepasst.
Die Aufschließung des Pflegeheimes, die Anlieferung, Zufahrt zur Tiefgarage und für Taxis bzw. Rettungswägen erfolgt von Norden über den Gänsenbach.
In diesem Bereich liegt auch der Hauptzugang mit Cafeteria und den öffentlichen Funktionen, Mehrzweckraum, Schulungsraum, Kapelle, Raum der Stille, Coiffeur und Verwaltung.
Die Freibereiche am Grundstück liegen vorne entlang dem Jugendweg nach Osten gerichtet bzw. mit dem geschützten Dementengarten nach Westen.
Am niedrigeren Bauteil ist für alle Bewohner des Hauses ein Dachgarten mit gedecktem Sitzplatz geplant.


Innere Organisation
Die beiden Gebäudeteile sind jeweils um Innenhöfe organisiert, um die Belichtung zu optimieren und Umgänge für die Bewohner zu ermöglichen:

Im Erdgeschoss liegen die öffentlichen Bereiche, Versorgungs- und Entsorgungsräume und die Dementengruppe mit 12 Zimmern, Stützpunkt, Aufenthalts- und Aktivierungszonen mit vorgelagerten gedeckten Terrassen. Im ersten Obergeschoss sind zwei Wohngruppen untergebracht mit je 16 Bewohnern.

Die inneren Aufenthaltsbereiche werden durch das verschiedene Angebot, Ess- und Aktivbereich am Innenhof mit Terrasse, Wohnbereiche mit Terrasse nach außen, Wohnen Kaminbereich mit Terrasse und Ausblick differenziert gestaltet.
Je nach Jahreszeit, Himmelsrichtung und Witterung entstehen unterschiedliche Wohnsituationen.
Im zweiten Obergeschoss wird eine Gruppe mit 16 Bewohnern, die wie die unteren Wohngruppen organisiert ist, sowie der Dachgarten angeordnet.

Der bis ins Untergeschoss geführte Lichthof gewährleistet Belichtung und Belüftung für Wäscherei, Trockenraum, Personalaufenthalt und Werkstatt.

Neben der Tiefgarage für 41 PKW ist aus ökonomischen Überlegungen (Bodenbeschaffenheit) auch die Lüftungszentrale im Untergeschoss geplant.

Die Verteilung wird von dort nach oben, horizontal unter der Decke über Erdgeschoss und sodann vertikal nach oben geführt, sodass die Leitungslängen optimiert werden.
Konstruktion, Wirtschaftlichkeit

Die klare Konzeption des Gebäudes mit übereinanderliegenden Wohneinheiten ermöglicht eine Umsetzung in Modulbauweise. Dabei werden vorgefertigte Raummodule in Holzbauweise auf tragendende Elemente aus Stahlbeton aufgesetzt und aneinander gestapelt. Für die Modulbauweise spricht die hohe Wiederholungszahl von gleichen Zimmern, die kurze Bauzeit, die verkehrstechnische Lage im Wohngebiet und somit eine geringe Beeinträchtigung der Nachbarn.
Die vorgefertigten Zimmer kommen fix fertig inklusive aller Installationen auf die Baustelle. Der Schallschutz wird über die Fuge zwischen den Raummodulen gelöst und der Brandschutz mittels Gipskarton sichergestellt. Die massive Holzdecke und die Außenwand bleiben unbeplankt.


Materialisierung
Holz ist generell das vorherrschende Material. In den Bewohnerzimmern schaffen die sichtbare Holzkonstruktion und der Parkettboden eine heimelige Atmosphäre. Auch die Decken in den Allgemeinbereichen sollen mit einer akustisch wirksamen Holzlattendecke versehen werden. Zusammen mit einer farbigen Gestaltung der Wand- und Bodenflächen entstehen so Innenräume zum Wohlfühlen.
 
Die Fassade soll mit einer sägerauen Holzschalung verkleidet werden. Eine mineralische Beschichtung gewährleistet eine jahrzehntelange Haltbarkeit. Durch die weiße Farbe erhält das Gebäude eine zeitlose Eleganz und fügt sich unaufgeregt in die umgebende Bebauung ein.